Viele Online-Shop-Betreiber suchen ständig neue Endkunden, obwohl die spannendere Chance oft direkt vor ihrer Nase liegt: B2B.
Shopify macht den Einstieg jetzt deutlich einfacher 😎
Was früher für viele Händler eher ein Fall für Shopify Plus, teure externe Apps oder Gebastel war, wird jetzt deutlich einfacher.
Per sofort ist Shopify B2B jetzt in den Plänen Basic, Grow, Advanced und Plus verfügbar. Die meisten Funktionen sind bereits standardmäßig im Admin aktiviert. Einige erweiterte Funktionen bleiben aber weiterhin exklusiv für Plus.
Das ist für viele Online-Shop-Betreiber ein toller Türöffner. Vor allem für alle, die B2B bisher zwar im Kopf hatten, aber technisch nicht sauber umsetzen konnten.
Was kann ich nun mit Basic, Grow und Advanced machen?
Du hast diese Funktionen zur Verfügung:
- Unternehmen und Unternehmenssitze
- bis zu 3 aktive Kataloge für B2B-Märkte
- Mengenbasierte Preisgestaltung
- Eigene Mengenregeln
- Eigene Zahlungsbedingungen
- Gespeicherte Kreditkarten auf Ebene des Unternehmenssitzes
Dazu kommen weitere B2B-Bausteine, die in der Praxis ebenfalls wichtig sind:
- Kundenkonten für den B2B-Einkauf
- Nachbestellungen aus früheren Bestellungen
- PO-Nummern / Bestellnummern
- Einmalige Lieferadressen
- Rechnungen aus Bestellentwürfen
- Einseitiger Checkout für B2B
- PayPal für B2B
- Shopify Flow für B2B-Automationen
- Markets zur Trennung von B2B- und D2C-Erlebnissen (nur Advanced)
Shopify positioniert das Ganze klar als native Lösung. Im eigenen Newsroom schreibt Shopify, dass Händler jetzt Großhandel und D2C auf einer Plattform, ohne Apps oder Workarounds, verwalten können. Für Händler auf Basic, Grow und Advanced werden diese grundlegenden B2B-Funktionen laut Shopify ohne zusätzliche Kosten ausgerollt.
Was weiterhin Shopify Plus bleibt...
Einige Funktionen bleiben immer noch Plus-exklusiv:
- Unbegrenzte Kataloge
- Direkte Katalogzuweisung an Unternehmen und Unternehmenssitze
- Anzahlungen
- Teilzahlungen
Zusätzlich ist die Kontextualisierung des Onlineshops über Markets laut Help Center nur in Advanced und Plus verfügbar.
💡 Bedeutet: Für einfache und mittlere B2B-Setups wird Shopify jetzt massiv interessanter. Für komplexe Preislogiken, viele Kundengruppen, viele Standorte und individuellere Prozesse bleibt Shopify Plus aber weiterhin die beste Lösung.
B2B wird für viel mehr Händler realistisch!
Shopify selbst schreibt, dass genau diese Funktionalität bei Nicht-Plus-Händlern zu den am häufigsten gewünschten Themen gehörte. Jetzt wird diese Basis auf alle Pläne ausgerollt.
Das bedeutet in der Praxis: Du musst nicht mehr automatisch auf Plus springen, nur weil Du erste Grosshandels- oder Firmenkunden sauber bedienen willst. Genau diese Hürde war für viele bisher unnötig hoch. Und das eröffnet ganz andere Möglichkeiten!
Für wen B2B jetzt plötzlich spannend wird?
Viele denken beim Wort B2B immer noch an klassische Grosshändler mit riesigen Preislisten, SAP-Schnittstellen und 800 Sonderfällen. Das ist zu kurz gedacht.
B2B kann heute für sehr viele Händler interessant sein, zum Beispiel wenn Du:
- Eigene Produkte herstellst
- Produkte importierst
- Produkte veredelst oder personalisierst
- Bundles oder Speziallösungen für bestimmte Branchen anbietest
Genau für solche Händler kann B2B ein richtig toller Kanal sein. Ein paar einfache Beispiele?
Du personalisierst Trinkflaschen, Tassen, Textilien oder Geschenkartikel? Dann verkaufst Du nicht nur an Einzelkunden, sondern auch an Firmen für Mitarbeitergeschenke, Messen, Events oder Kundengeschenke.
Du importierst Verpackungen, Zubehör, Deko, Verbrauchsprodukte oder Nischenartikel? Dann können auch Praxen, Studios, Agenturen, Gastronomie, Vereine oder kleinere Wiederverkäufer plötzlich eine Zielgruppe werden.
Du entwickelst eigene Produkte in den Bereichen Beauty, Home, Tierbedarf, Nahrung, Lifestyle oder Merch? Dann sind Händler, Reseller oder Geschäftskunden oft ein zusätzlicher Kanal, an den viele gar nicht denken.
Viele Produkte eignen sich längst für B2B. Nur viele Händler kapieren das nicht!
B2B ist nicht der magische Umsatztreiber. Aber oft angenehmer als B2C!
Warum? Weil Geschäftskunden häufig zielgerichteter einkaufen. Sie wissen eher, was sie brauchen. Sie diskutieren oft weniger über jede Kleinigkeit. Und je nach Sortiment gibt es oft auch weniger Retouren als im klassischen D2C-Geschäft.
Dazu kommt ein weiterer Punkt: Im B2B-Markt gewinnst Du nicht nur über den billigsten Preis. Du kannst Dich oft auch über andere Dinge abheben:
- Verfügbarkeit
- Zuverlässigkeit
- Personalisierung
- Verpackungseinheiten
- Bestellprozesse
- Zahlungsziele
- usw.
Genau das macht den Kanal für viele Händler attraktiv.
Was das in der Praxis für Deinen Online-Shop bedeuten kann?
Das Update heißt nicht, dass jetzt jeder sofort einen riesigen Großhandel aufbauen muss.
Aber es heißt:
Du kannst heute viel einfacher testen, ob B2B für Deinen Online-Shop Potenzial hat!
Zum Beispiel:
- Welche Produkte eignen sich für Firmenkunden?
- Welche Staffelpreise machen Sinn?
- Brauchst Du Mindestmengen?
- Gibt es Kundengruppen, die regelmäßig nachbestellen?
Genau diese niedrigere Einstiegshürde ist das eigentlich Spannende an dem Ganzen. B2B wird damit nicht mehr nur ein Thema für große Player, sondern kann auch für DICH interessant werden.
Mein Fazit
Shopify hat hier einen sinnvollen Schritt gemacht. Nicht, weil jetzt plötzlich jeder Händler ein B2B-Profi ist. Sondern weil diese mühsamen Workarounds wegfallen, die man bisher machen musste ohne Shopify Plus.
Und das ist auch für Shopify gut. Denn, es ist ganz klar, dass, wenn ein Kunde einmal Blut geleckt hat mit B2B, ggf. dann bald auch weitere Funktionen braucht, welche es dann nur mit Shopify Plus gibt. Was dann ein guter Upsell ist für Shopify!
